Wer in Spanien und auch auf Mallorca Essen geht, sollte sich auf ein spannendes Ritual einstellen, denn Essen ist für die Spanier und auch für die Mallorquiner nicht reines Hungerstillen. Dabei legt man besonderen Wert auf Ess- und Tischkultur, wobei es keine Rolle spielt, ob es sich um kleine und einfache Zwischenmahlzeiten oder um luxuriöse Spitzenmenüs handelt. Unwesentlich ist auch, ob man in urigen Gasthöfen speist oder in teuren Restaurants irgendwo in der Hauptstadt.
Auf Mallorca wird selten vor zwei Uhr nachmittags zu Mittag und dafür auch erst recht spät zwischen neun und zehn Uhr zu Abend gegessen, wobei jedes Mahl problemlos einige Stunden dauern kann. Der Grund dafür ist, dass die Mahlzeiten auf Mallorca (und in Spanien an sich überhaupt) sowohl mittags als auch Abend aus mindestens drei Gängen bestehen, was von sich aus Zeit in Anspruch nimmt. Bei einem Restaurantbesuch sollte man nur dann ein Trinkgeld geben, wenn man wirklich zufrieden war. Dabei ist es üblich, etwas Kleingeld aus dem Wechselgeld auf dem Tisch oder der Bar liegen zu lassen, was im Allgemeinen gern gesehen wird. Auf Mallorca ist es weiterhin üblich, dass die Speisekarte am Eingang des Restaurants aushängt, wobei grundsätzlich auch ein preiswertes Tagesmenü mit aufgeführt ist, das in der Regel zwischen acht und zehn Euro kostet.
Trotz des günstigen Preises sind in dem Tagesmenü normalerweise die Vorspeise, der Hauptgang, ein Dessert, sowie Wein, Wasser und Kaffee enthalten. Das Preis-Leistungs-Verhältnis in mallorquinischen und spanischen Restaurants ist somit außerordentlich gut und bietet sich auch für Familien an.